Spielst du noch oder dopst du schon?

Spielst du noch oder dopst du schon?

Betablocker für Musiker - Fluch oder Segen?

 

Ich unterhalte mich mit Ärzten: 

Die sagen mir „Betablocker machen nicht abhängig“.

 

Ich unterhalte mich mit anderen Ärzten:

Die sagen mir „Betablocker machen zwar nicht physisch abhängig und „eigentlich“ psychisch auch nicht“. Eigentlich? Naja, möglicherweise könnte es ja sein, dass es doch irgendwie eine „Ich kann nicht ohne oder klappt es auch ohne“ Abhängigkeit geben könnte. Aber genau wissen, tun sie das nicht. Ist ja individuell, oder nicht?

 

Ich unterhalte mich mit Musikern, jungen Musikern, grade mal 18!

Die sagen mir „ja, ohne Betablocker geht es bei mir nicht mehr. Aber nur zu Klassenvorspielen oder zum Probespiel. Sonst nehm´ ich die nicht.“ 

 

Ich unterhalte mich einem Musiker:

Der sagt mir „mein Professor sagt, ich solle die mal nehmen, dann geht es mir besser.“ 

 

Ich unterhalte mich mit Musikern:

Die sagen mir „meine Betablocker besorge ich mir aus dem Internet, das machen hier viele bei uns. Zum Arzt gehen wir deshalb nicht.“

 

 

Ich unterhalte mich mit einem Musiker:

Der sagt mir „der Gedanke keine Betablocker zu nehmen macht mir Angst. Ohne kann ich nur schwer. Es fühlt sich an, als ob etwas fehlt.“

 

Ich unterhalte mich mit einem Musiker:

Der sagt mir „auch wenn ich die Dinger nehme, so richtig toll war es beim Probespiel trotzdem noch nicht, aber weglassen fällt mir schwer.“

 

Ich unterhalte mich mit einem Musiker:

Der sagt mir „ich nehme Betablocker, aber wenn ich ein Probespiel gewinne und eine Stelle bekomme habe ich danach ein schlechtes Gefühl, als ob ich betrogen hätte.“

 

Ich unterhalte mich mit einem Musiker:

Der sagt mir „ich bin vor allem stolz meine Abschlussprüfung bestanden zu haben, weil ich keine Betablocker genommen habe!“

 

Ich unterhalte mich mit einem Musiker:

Der sagt mir „lieber vergesse ich mein Horn als meine Tabletten!“

 

Ich unterhalte mich mit mir:

Es gibt Studien, die behaupten, ca. jeder 3. Musiker nimmt irgendwelche Medikamente oder sonstige Drogen!

Und was ist mit der Dunkelziffer? Die ist aus meiner Praxis-Erfahrung, Arbeit und Gesprächen mit Musikern viel höher. 

 

Doch ist es immer ein Fluch? Ich möchte mir nicht erlauben, diese Tabletten zu verteufeln oder den Umgang damit zu bewerten. Denn ich glaube, die Musiker haben in diesem Moment einfach keine andere Möglichkeit bzw sehen sie nicht. Woher auch. Für sie sind diese Tabletten wahrscheinlich erstmal ein Segen. Sie lindern oftmals die Symptome. Geben vemeindlich Hoffnung und Sicherheit.

 

Auftrittsangst und Co. sind nach wie vor ein großes Tabuthema. Nur wenige Hochschulen bieten regleäßiges gezieltes Mentaltraining an. Dabei wäre es so wichtig. Aufklärung, wo kommen die Ängst her, was passiert da in meinem Körper und Kopf. 

 

Es gibt effektive Möglichkeiten, Auftrittsstress, Auftrittsangst, extremes Lampenfieber, Blockaden usw. zu verarbeiten. Ganz ohne Betablocker! Doch dazu gehört ein offener Umgang und Aufklärung zu diesem Thema! Damit die Musiker sich eben nicht hilflos fühlen und Betablocker  und Co als einzige Alternative sehen.

 

 

Ich frage dich:

 

Gehört es in die Kategorie „Doping“, wenn ich bei einem Probespiel Betablocker nehme und andere nicht?

 

Weißt du, dass es auch ohne gehen kann?

 

Ein heißes Eisen, dieses Thema! Ich weiß…

Dennoch sollte es mehr denn je beleuchtet werden. 

 

 

Der Druck auf die Musikstudenten, Orchestermusiker usw. ist so hoch wie noch nie.

Viele Studenten und zu wenig Stellen. Existenzängste und Zukunftsängste sind an der Tagesordnung. Die Erwartungshaltung große. Abliefern auf den Punkt.

 

 

Wo bleibt da die Musik?

 

Wie ist es bei dir? 

 

Spielst du noch oder dopst du schon?

 

Wie ist es bei dir? Schreibe mir gerne deine Erfahrungen unter Kontakt.

 

Musikalische Grüße aus dem schönen Rheinhessen

 

Mona Köppen

Mentaltraining für Musiker



NEU! Die "Ich bin Musik-Akademie" : Mentalworkshops und Fortbildungen für Musiker

 

In meine Akademie kommen Musiklehrer, Dirigenten und Musiker, die sich individuell, mental weiterbilden möchten. Weiterhin gibt es exklusive Workshops für Musiker.

 

Näste Termine:

  • 02.12.2018 Warum Gorillas tolle Musiker wären. Tagesworkshop (Für Musiklehrer)
  • 16.12.2018 Kein Stress - Musik. Tagesworkshop (Für alle Musiker)
  • 03.-08.01.2019 Intensivfortbildung zum Musikercoach. (Nur für Musiklehrer)
  • 09.+10.01.2019 Dämmerworkshop für Posaunen mit Gerhard Füßl (Mnozil Brass) 

 


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Mein Name ist Mona Köppen. Ich mache Musiker mental fit für Vorspiel, Probespiel und Auftritte.

Seit über sieben Jahren arbeite ich erfolgreich als Auftrittscoach und Trainerin für Musikstudenten und Berufsmusiker. Auch dank meiner langjährigen Erfahrung als Metallblasinstrumentenmacherin (Gebr. Alexander Mainz) weiß ich, was Musiker für einen erfolgreichen Auftritt brauchen. Zeig, was du kannst!

 

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